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Vietnam - Off the beaten track


Auf dem Markt wird immer freundlich gelächelt

Ha Tien

Die Umgebung der 8 km von der kambodschanischen Grenze im Golf von Thailand entfernten Stadt Ha Tien ist für weiße Sandstrände mit warmem Wasser und für ihre Fischerdörfer bekannt. Erwähnenswert sind außerdem das gute Seafood, Pfefferbaumplantagen und steil aufragende Kalksteinformationen. In den Felsformationen um die Stadt herum gibt es ein Netz von Höhlen, von denen viele in Höhlentempel umgebaut wurden. Ha Tien liegt zehn Stunden mit dem Bus von Ho-Chi-Minh-Stadt entfernt. Wegen nicht geräumter Landminen und Bomben sollte man man sich im Bereich der kambodschanischen Grenze nicht abseits der üblichen Wege begeben.

Nui Sam (Sam-Berg)

Das im Mekongdelta liegende Gebiet, 3 km vom Flusshandelszentrum Chau Doc und nicht weit von der kambodschanischen Grenze entfernt, ist mit Dutzenden von Pagoden und Höhlentempeln bestückt. Die bei chinesischen Pilgern und Touristen beliebten Schreine enthalten Gräber und schöne Beispiele für traditionelle vietnamesische Ornamentik und traditionelles Kunsthandwerk.

Zentrales Hochland

Nur wenige Reisende statten dem westlichen Teil des zentralen Hochlandes an der Grenze zu Kambodscha und Laos einen Besuch ab. Die vielfältige landwirtschaftliche Nutzung und die bis zu 31 verschiedenen ethnischen Gruppen, die hier vertreten sind, machen die Region jedoch zu einem faszinierenden Reiseziel. Städte wie Buon Ma Thuot, Pleiku (Play Cu) und Kontum werden von ethnischen Minderheitengruppen bevölkert; die Gemeinschaften in Tua und Ban Don sind matriarchalisch geprägt.

Hoi An

Hoi An, ein wichtiger Binnenhafen 30 km südlich von Da Nang, ist reich an Geschichte und weist einen einzigartigen Charakter auf. Zur selben Zeit wie Macau zog es niederländische, portugiesische und japanische Handelsschiffe an und hat noch immer etwas von dem Charme vergangener Jahrhunderte bewahrt. Die großartige Ansammlung von 850 älteren Gebäuden und intakten Straßenzügen bietet sich für faszinierende Erkundungstouren an. Unter anderem gibt es Kaufmannshäuser, Pagoden, öffentliche Gebäude und einen ganzen Häuserblock mit mit Säulengängen versehenen französischen Kolonialhäusern zu sehen.

Sa Pa

Das im abgelegenen nordwestlichen Hochland auf 1600 m Höhe gelegene Sa Pa zieht Besucher unweigerlich in seinen Bann. Es wurde 1922 als Hill Station für die Franzosen gebaut, dann für lange Zeit dem Verfall überlassen und erst vom Tourismus wieder entdeckt, was zu einem erneuten Aufschwung führte. Immer mehr Reisende nehmen die Mühsal der schlechten Straßen auf sich und kommen wegen des Klimas hierher - im Winter ist es hier kalt! - sowie um die Bergstämme der Region, zumeist Hmong, Dao und Kinh, zu besuchen. Kunsthandwerkliche Produkte kann man am besten auf dem Samstagsmarkt kaufen. Unterkünfte können rar sein, besonders an Wochenenden, wenn die Reisegruppen kommen. Nur 9 km von Sa Pa entfernt liegt der Phan Si Pan, mit 3143 Metern der höchste Berg Vietnams. Die Wanderung zum Gipfel und zurück nimmt etwa vier Tage in Anspruch, und man benötigt einen Führer und gute Ausrüstung, da es am Berg normalerweise kalt und feucht ist. Von Hanoi kann man mit dem Zug bis Lao Cai fahren, die letzten 30 km bis Sa Pa geht es per Bus weiter.

Dien Bien Phu

Dien Bien Phu im herzförmigen Muong-Thanh-Tal in der Nähe der Grenze zu Laos ist einer der abgelegensten Teile von Vietnam. Das Tal ist von steilen, dicht bewaldeten Bergen umgeben und von Bergstämmen bewohnt, vor allem den Thai und Hmong. Dien Bien Phu war der Schauplatz eines sehr seltenen militärischen Ereignisses, nämlich einer Schlacht, die tatsächlich entscheidend war. Hier überrannten Viet-Minh-Streitkräfte 1954 die französische Garnison nach 57-tägiger Belagerung und machten so den Versuch der Franzosen, erneut koloniale Kontrolle über Indochina zu etablieren, zunichte. Der Schauplatz der Schlacht ist durch ein kleines Museum markiert, das sehr anschaulich von der Entschlossenheit der Vietnamesen erzählt, die koloniale Herrschaft abzuschütteln.

Man kann von Hanoi nach Dien Bien Phu fliegen, aber über Land zu der Stadt zu gelangen macht angesichts der herrlichen umgebenden Berge einen Teil des Reizes aus. Die Busse sind normalerweise zu voll, als dass man die Schönheit der Landschaft wirklich genießen könnte, also sollte man sich selbst einen Gefallen tun und einen Jeep mieten. Für die Anfahrt (420 km) von Hanoi sollte man zwei Tage einplanen und den Jeep für fünf Tage mieten.

Nationalparks

Im Cuc Phuong, 140 km von Hanoi, sind etwa 220 Quadratkilometer tropischen Primärwaldes geschützt. Im Dschungel ist eine wirklich vielfältige Fauna zu Hause, darunter Bären- und Rhesusmakaken und Tüpfelhirsche. In einer der zahlreichen Grotten wurden prähistorische Steinwerkzeuge gefunden.

Schöner ist jedoch die Insel Cat Ba, 30 km östlich von Haiphong. Zu den unterschiedlichen Ökosystemen und landschaftlichen Highlights zählen immergrüne tropische Wälder, Süßwassersumpfwälder, Küstenmangroven, Süßwasserseen und Wasserfälle, Grotten, Höhlen, Sandstrände und vor der Küste Korallenriffs. Hier leben Affen, Wildschweine, Wild, Eichhörnchen und Igel, und in den Küstengewässern gibt es Fische, Weichtiere, Gliederfüßer, Robben und Delfine. Zum Schutz der einzigartigen Naturlandschaften Vietnams kann man nur hoffen, dass die Pläne, große Teile des Landes als Nationalparks auszuweisen, wirklich umgesetzt werden.



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