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Die Schweiz - Attractions


Umzug in Brigg, Wallis

Zürich

Die größte Stadt der Schweiz gilt als Kulturhauptstadt des Landes. Seine kreativste Phase hatte Zürich im Jahre 1916, als aus dem Cabaret Voltaire die avantgardistische Bewegung des Dadaismus hervorging, merkwürdigerweise zur selben Zeit, in der auch Lenin und Trotzky in Zürich ansässig waren. Heute ist die Stadt bekannt für ihr internationales Flair und die gekonnte Balance zwischen den beiden Welten des Finanzwesens und der schönen Künste - seit jeher ein Markenzeichen von Zürich.

Zürich liegt etwa 400 m über dem Meeresspiegel am Ausfluss der Limmat aus dem Zürichsee. In den Fußgängersträßchen der Altstadt findet man die meisten Sehenswürdigkeiten: enge, gewundene Gassen, Häuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Zunfthallen und Innenhöfe wie auch jede Menge Brunnen - 1030, um genau zu sein.

Die elegante Bahnhofstraße wurde dort angelegt, wo sich noch vor 150 Jahren die alten Stadtmauern befanden. Unter der Bahnhofstraße liegen die Tresorräume der Banken, angefüllt mit Gold, Silber und anderen hübschen Dingen, aber leider nicht für Besucher zugänglich! Den Turm der St. Peterskirche aus dem 13. Jahrhundert schmückt die größte Uhr Europas. Das Fraumünster in der Nähe ist für seine einzigartigen Buntglasfenster im Chor bekannt, die 1970 von Marc Chagall im reifen Alter von 83 Jahren geschaffen wurden.

Das Kunsthaus beherbergt eine große ständige Sammlung, angefangen von sakraler Kunst aus dem 15. Jahrhundert bis hin zu moderner Malerei mit Werken von Monet, Manet, Man Ray etc. In einem Pseudoschloss nördlich des Stadtzentrums ist das Schweizerische Landesmuseum untergebracht, das die umfassendste Darstellung eidgenössischer Geschichte und schweizerischen Lebens des Landes liefert und zudem über eine interessante Abteilung mit Buchinschriften des Mittelalters verfügt. Zur Abwechslung von all der Kultur bieten sich am Zürichsee nette Spazierwege zum Bummeln an, die u. a. zu Picknickplätzen, Liegewiesen und Badestellen führen.

Hotels findet man am Rande des Stadtzentrums. Am Ostufer der Limmat gibt es einige billigere Hotels. In den Sommermonaten sollte man unbedingt im Voraus buchen. Das Nachtleben konzentriert sich um die Niederdorfstraße herum. Da dies gleichzeitig der Rotlichtbezirk der Stadt ist, darf man nicht überrascht sein, wenn man beim Verlassen eines Klubs an einem frühen Sonntagmorgen auf eine Gruppe gläubiger Christen trifft, die gegen das Sündenbabel mit Kirchenliedern ansingen.

Genf

Diese wunderschön am Genfer See gelegene Stadt gilt als die internationalste aller Schweizer Städte: Über 200 Organisationen aus aller Welt haben hier ihren Hauptsitz, auf drei Einwohner kommt ein Nicht-Schweizer und an den berühmten Verhandlungstischen im neutralen Genf sind so gut wie alle Probleme der Welt - vom Handel mit Atomwaffen bis hin zu ethnischen Säuberungen - verhandelt worden. Das Dunkel der weltumspannenden Probleme, in das hier ein wenig Licht gebracht werden soll, mag undurchsichtig, gefährlich und beunruhigend wirken, aber die Stadt selbst ist wie aus dem Ei gepellt, effizient und sicher. Einige halten sie deswegen gar für steril, davon sollte man sich jedoch nicht abschrecken lassen.

Zur Einstimmung auf Genf ist ein Spaziergang am See, eine Bootsrundfahrt oder aber eine Fahrt mit der Seilbahn auf den Mont Salève zu empfehlen, der hervorragende Ausblicke über die Stadt offeriert. Durch Genf fließt die Rhône, an deren Südufer sich die Altstadt erstreckt. Die Stadtmitte wird von der teils romanischen, teils gotischen Kathedrale St. Pierre dominiert. Hier predigte von 1536 bis 1564 Jean Calvin; das Innere der Kirche passt gut zu der Strenge seiner Lehre. Der nahe gelegene Place du Bourg-de-Four ist der älteste Platz von Genf. Er war einst ein römisches Forum, entwickelte sich dann zu einem mittelalterlichen Marktplatz und scheint jetzt auf eine Zukunft als Zentrum für Touristenläden zuzusteuern.

Glücklicherweise gibt es als Ausgleich für den Kitsch jede Menge Kultur. Das Kunst- und Geschichtsmuseum verfügt über eine vielfältige Sammlung von Gemälden, Skulpturen, Waffen und archäologischen Exponaten. Im kompakten Petit Palais sind exzellente moderne Kunstwerke ausgestellt. Das Museum des Internationalen Roten Kreuzes und Roten Halbmonds bietet eine anschauliche Multimedia-Reise durch die ganzen Scheußlichkeiten, die in der jüngeren Geschichte von der Menschheit angerichtet wurden. Weitere Museen sind das schöne Museum alter Musikinstrumente, das Uhrenmuseum und das Voltaire-Museum.

Genf rühmt sich eines interessanten Nachtlebens, für das man allerdings tief in die Tasche greifen muss. Die Anwesenheit so vieler Diplomaten und Angestellter internationaler Behörden und Banken bedeutet, dass auch die Preise für Essen und Unterkünfte überdurchschnittlich hoch sind. Auf beiden Seiten der Rhône findet man eine Hand voll günstiger Hotels und Herbergen. Preiswerte Restaurants konzentrieren sich um die Universität herum sowie nördlich und westlich des Gare de Cornavin.

Luzern

Luzern liegt inmitten einer Gegend, die mit ihren Postkartenbergen, Seen, Kuhglocken, Bergdörfern und Almen voller Edelweiß vielen als das historische und landschaftliche Herz der "wahren" Schweiz gilt - in der Tat wurde in den drei Kantonen Uri, Schwyz und Nidwalden rund um den Vierwaldstätter See auch der Grundstein für die heutige Schweiz gelegt. Das reizende Luzern liegt an der Reuß am westlichen Ende des Sees und eignet sich hervorragend als Ausgangsbasis für Touren ins Umland.

Am nördlichen Ufer der Reuß findet man in der malerischen Altstadt Gebäude aus dem 15. Jahrhundert mit bemalten Fassaden, diverse mittelalterliche Türme, das Renaissance- Rathaus aus dem 17. Jahrhundert sowie zwei wunderschöne überdachte Brücken. Das bemerkenswerte Löwendenkmal im Nordosten des Stadtzentrums wurde 1820 aus Felsgestein herausgemeißelt und ist den schweizerischen Soldaten gewidmet, die in der Französischen Revolution ihr Leben ließen. Daneben befindet sich der faszinierende Gletschergarten, wo riesige von Gletschern geschaffene Löcher zeigen, dass an der Stelle des heutigen Luzern vor 20 Millionen Jahren ein subtropischer Palmenstrand lag.

Im Transportmuseum werden neben alten Eisenbahnen, Flugzeugen und Automobilen auch diverse Kurzfilme gezeigt, darunter das faszinierende Swissorama im 360°-Format, bei dem man die Sehenswürdigkeiten der Schweiz kennen lernt und das Gefühl hat, man würde sich per Flugzeug, Boot, Auto oder zu Fuß fortbewegen. Wem sich nach diesem Erlebnis der Kopf dreht und ein bisschen frische Luft nicht schlecht wäre, der kann auf der Reuß oder auf dem Vierwaldstätter See mit einem gemieteten Kanu oder Ruderboot ein paar Runden drehen.

Die Jungfrau-Region

Dieses Gebiet südlich von Interlaken bietet überwältigende Landschaft in Hülle und Fülle - sein Markenzeichen ist das Triumvirat der 4000er Eiger, Mönch und Jungfrau. Jede Menge Luft- und Standseilbahnen, Zahnradbahnen und Wanderwege (auch für Schwindelfreie) eröffnen grandiose Ausblicke. Das unbestrittene Ski- und Wanderzentrum der Region ist Grindelwald, wo im Juli ein berühmt-berüchtigtes Jodelfestival stattfindet.

Château de Chillon

Das Château de Chillon wird von mehr Menschen besucht als jedes andere historische Bauwerk der Schweiz. Die eindrucksvoll am Genfer See gelegene Festung gelangte durch den berühmten englischen Dichter Lord Byron in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, als dieser über das Schicksal von Bonivard - einem Anhänger der Reformation - schrieb, der im 16. Jahrhundert für vier Jahre am fünften Pfeiler des Kerkerverlieses der Festung angekettet war. Byron selbst soll seinen eigenen Namen in den dritten Pfeiler eingeritzt haben. Die Burg, die sich noch immer in sehr gutem Zustand befindet, stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist seitdem stark verändert und erweitert worden. Für die Besichtigung des Turms, der Innenhöfe, Kerker und zahlreichen Räume mit Waffen, Gebrauchsgegenständen, Fresken und Geschirr kann man sich gut einen Nachmittag lang Zeit lassen. Ein hübscher Spazierweg verbindet die Burg mit Montreux, der Perle der "Schweizer Riviera".

Burgen und Schlösser im Berner Oberland

Liebhaber von alten Burgen und Schlössern sollten sich auf keinen Fall das Gebiet um den Thuner See in der Zentralschweiz entgehen lassen. In der südlich von Bern gelegenen Stadt Thun erhebt sich auf einem Berg das Schloss Thun aus dem 12. Jahrhundert. In ihm ist ein gutes historisches Museum untergebracht und vom romanischen Turm bieten sich wunderbare Ausblicke. Eine der schönsten Burgen in dieser Region ist das Schloss Oberhofen aus dem 13. Jahrhundert, das sich einst im Besitz der Habsburger befand. Das Gebäude beherbergt eine schöne Sammlung antiker Möbel, Portraits und Waffen sowie ein türkisches Rauchzimmer; die im 19. Jahrhundert angelegten Gärten laden zu einem kleinen Spaziergang ein. Schloss Hunegg im nahe gelegenen Hilterfingen wurde in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts erbaut und 1900 restauriert. Besonders interessant ist seine faszinierende Mischung aus Neorenaissance- und Jugendstil, nicht zu vergessen das beeindruckende doppelstöckige Badezimmer mit seiner vernickelten Badewanne. Die drei Burgen lassen sich - mit ein bisschen Hektik - an einem Tag besichtigen.

Zermatt

Dieses schicke Ski- und Bergsteigerzentrum sonnt sich im Glanz eines der berühmtesten Berge der Alpen, des 4478 m hohen Matterhorns. Auf den insgesamt 230 km Abfahrtspisten in diesem Gebiet, die sich in erster Linie für mittelgute bis erfahrene Skifahrer eignen, kann man praktisch das ganze Jahr hindurch Ski fahren. Weniger Aktive genießen einfach das grandiose Bergpanorama; besonders faszinierende Ausblicke auf das Matterhorn und einige andere Bergriesen hat man auf der Fahrt mit der beliebten Zahnradbahn zum Gornergrat. Das autofreie Zermatt lässt sich leicht zu Fuß erkunden, wobei ein Bummel durch das Hinterdorf mit seinen traditionellen Holzhäusern den Höhepunkt darstellt. Ein Rundgang über den Friedhof mag für manch einen Möchtegern-Berghelden eine ernüchternde Erfahrung sein: Auf steinernen Denkmälern sind die Namen derjenigen aufgeführt, die beim Versuch, das Matterhorn oder den Monte Rosa zu besteigen, ihr Leben gelassen haben.



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