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Genf - Attractions


Internationales Rotkreuz- und Rothalbmond-Museum

Während einer mörderischen Unabhängigkeitsschlacht in Norditalien im Jahr 1859 wurde der Genfer Philanthrop und Geschäftsmann Henri Dunant durch die Not und das Elend der auf dem Schlachtfeld zurückgelassenen Verwundeten tief erschüttert. Er schlug vor, einen "internationalen Grundsatz zu formulieren, der durch eine unverletzbare Konvention gesetzlich bindend wird (...) und für die Gesellschaften eine Grundlage sein könnte, um das Leiden Verwundeter zu lindern". Nach der Unterzeichnung des Genfer Abkommens von 1864 gründete er das Internationale Rote Kreuz, die erste humanitäre Organisation der Welt. Das Museum zeichnet die faszinierenden Ursprünge und das Wachstum der Rotkreuzbewegung und seines muslimischen Gegenstücks, des Roten Halbmondes, nach und präsentiert eine beeindruckende Multimedia-Reise durch die schrecklichen Ereignisse, für welche die Menschheit in jüngerer Zeit verantwortlich war. Diese Präsentation soll Hoffnung wecken und zur kollektiven Verantwortung der Menschheit aufrufen - die Bilder und die Geschichten des Terrors haften aber länger als die Hoffnungsbotschaft. Obwohl dieses Museum eher deprimierend ist, ist es einen Besuch wert.

Zur Aufmunterung können Sie etwas weiter im Osten das wunderschöne Musée Ariana besuchen, eines der bedeutendsten und größten Keramikmuseen Europas. Es kostet keinen Eintritt - und ein solches Angebot sollte man in der Schweiz nicht ausschlagen. Außerdem können Sie hier sehr schöne Kaffeebecher kaufen. Wenn dies nicht Ihre Tasse Tee ist, können Sie das ganz in der Nähe befindliche Gebäude derVereinten Nationenbesichtigen. Sie brauchen Ihren Reisepass, um eingelassen zu werden und können dieses Gebäude, in dem ca. 3 000 internationale Beamte arbeiten, im Rahmen einer mittelmäßig interessanten einstündigen Führung besichtigen. Sie werden hier aber wahrscheinlich keine leidenschaftlichen Diskussionen oder polemischen Ausbrüche beobachten können. Die Busse 8 und F fahren vom Place de Cornavin aus bis vor die Tür des Rotkreuzmuseums.

Kathedrale St. Pierre

Das Zentrum der Altstadt wird von der imposanten, teils römischen, teils gotischen Kathedrale St. Pierre beherrscht. Hier predigte Johannes Calvin zwischen 1536 und 1564 seine protestantische Lehre. Sein Sitzplatz ist im nördlichen Seitenschiff zu sehen. Der absolut schlichte Hauptteil der Kirche ist das Ebenbild von Calvins strengem Glauben. Die kleinere Seitenkapelle hingegen ist aufwendig verziert, und vom Turm aus hat man eine phantastische Aussicht über die Stadt. Die Kathedrale befindet sich auf einer bedeutenden, aber nicht sehr interessanten archäologischen Ausgrabungsstätte. Zwischen den zerfallenen Grundmauern gibt es aber einige schöne Mosaike aus dem 4. Jahrhundert zu sehen. Der nahegelegene Place du Bourg-de-Four ist der älteste Platz in Genf. Er war einst ein römisches Forum und wurde im Mittelalter zu einem Marktplatz. Heute reiht sich an diesem Platz mit seinem hübschen Springbrunnen ein Touristengeschäft an das andere.

Jet d'Eau

Wenn Sie Springbrunnen lieben, sind Sie mit dem Jet d'Eau - was nichts anderes als "Springbrunnen" heißt - am Ende des Piers am Südufer des Genfer Sees hervorragend bedient. Das Wasser schießt mit einer Geschwindigkeit von 200 Stundenkilometern zu einer 140 Meter hohen Fontäne hoch - der höchsten der Welt. Tag und Nacht schweben hier sieben Tonnen Wasser in der Luft. Je nachdem, wie der Wind weht, fällt ein großer Teil davon auf die Zuschauer und die angehenden Politiker, die auf dem Pier Joints rauchen.



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