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Argentinien - Attractions


Nahaufnahme eines Kaktus

Buenos Aires

Für den bekanntesten Dichtersohn der Stadt, Jorge Luis Borges, war Buenos Aires so unvergänglich wie Luft und Wasser - für viele moderne Argentinier ist ihre Hauptstadt, in der 40% der Gesamtbevölkerung leben, ein Synonym für das Land selbst. Buenos Aires liegt an den Ufern des Río de la Plata im so genannten Bundesdistrikt, und nicht, wie man erwarten würde, in der Provinz Buenos Aires. Das kompakte Zentrum der aus europäischen Wurzeln geschaffenen Stadt erinnert an Paris, ihre baumgesäumten Alleen und vielen Plazas besitzen eine betörende, nostalgische Eleganz. Die Stadt wimmelt vor Bankern, die ständig dem Geld hinterherzujagen scheinen, und vornehm gekleidete Menschen mischen sich unter die verhärmten Bettler und Arbeitslosen aus den umliegenden Slum-Vorstädten. Im Zentrum ist die Plaza de Mayo der traditionelle Mittelpunkt der Aktivität, während die nahe gelegene Avenida 9 de Julio allgemein als breiteste Straße der Welt gilt - ein echter Albtraum für Fußgänger. Die elegantesten Läden findet man in der Avenida Santa Fe.

Zu den Attraktionen von Buenos Aires zählen die Catedral Metropolitana mit dem Grab von José de San Martín (einem Helden im argentinischen Kampf um die Unabhängigkeit), das Teatro Colón, eine Weltklasse-Bühne für Oper, Ballett und klassische Musik, sowie natürlich diverse Museen, darunter das Museo Nacional de Bellas Artes, das Museo del Cine und das Museo Histórico Nacional mit einem interessanten Abriss der argentinischen Vergangenheit. Wer gerne bummelt, sollte dem pittoresken italienischen Stadtteil La Boca einen Besuch abstatten, wo bunt angemalte Wellblechhäuser die Wasserstraße Riachuelo säumen. Auf dem Friedhof Cementerio de la Recoleta im angrenzenden gleichnamigen Stadtviertel befinden sich nicht nur die Gräber vieler bekannter Aristokraten der Stadt, sondern auch die letzte Ruhestätte von Evita Perón.

Buenos Aires ist eine teure Stadt, aber sowohl die preisgünstigen als auch die Luxushotels befinden sich inmitten des Geschehens. Wer auf der Suche nach einer billigen Unterkunft ist, wird in Congreso fündig; die Hotels der mittleren Kategorie konzentrieren sich dagegen auf der Avenida de Mayo. Kulinarische Schnäppchen gibt es in den Stadtteilen La Boca und San Telmo. In der Stadtmitte sind Lavalle und Avenida Corrientes die richtigen Adressen für eine Pizza, einen Kaffee in einer der berühmten confiterías oder eins der allgegenwärtigen Fleischgerichte.

Mar del Plata

Im Sommer scheint es fast alle Bewohner des Ballungsraums Buenos Aires an den Strand zu ziehen, in diesem Fall nach Mar del Plata. Argentiniens wohl berühmtester Badeort liegt etwa 400 km südlich der Hauptstadt am Atlantik und verfügt über mehrere kilometerlange Sandstrände. In den Orten entlang der Küste vermischen sich alte Villen - ehrwürdige Zeugen des Reichtums der frühen Rinderbarone - mit neu entstandenen Mittelklassehotels. Seelöwen beobachten die Angelaktivitäten rund um die Kais und ein Nachbau der Grotte von Lourdes ist ein Kitsch-Paradies.

Córdoba

Argentiniens zweitgrößte Stadt rivalisierte lange Zeit mit Buenos Aires um die politische, wirtschaftliche und kulturelle Vormachtstellung - während Buenos Aires zum Teil verwahrloste, blieb Córdoba die architektonische Schatzkammer des Landes. Heute beherbergt das Stadtzentrum eine wunderschöne Sammlung von Kolonialbauten, u. a. das alte Marktgebäude, die Catedral mit ihrer romanischen Kuppel und die jesuitische Iglesia la Compañía. Das Museo Histórico Provincial Marqués de Sobremonte ist eines der bedeutendsten historischen Museen des Landes.

Die Pampa

Die größtenteils flache Pampa ist Argentiniens agrikulturelles Herzland und Heimat des großen Symbols für den romantischen Nationalismus: des Gaucho. Sie umfasst die Provinzen Buenos Aires, La Pampa sowie große Teile von Santa Fe und Córdoba. Im viel besuchten Parque Nacional Liahué Calel lebt eine beeindruckende Tierwelt, zu der u. a. Pumas, Guanakos, Nandus (straußenähnliche Vögel) und Viscachas (Anden-Kaninchen) zählen. Die Städte La Plata, Luján (deren Basilika zu Ehren von La Virgen de Luján jährlich von vier Millionen Pilgern aufgesucht wird), Rosario und Santa Fe lohnen allein wegen ihrer interessanten Museen, Kirchen und Kolonialgebäude einen Besuch.

Iguazú-Fälle

Diese spektakulären Wasserfälle liegen im Parque Nacional Iguazú nahe Puerto Iguazú, östlich des Zusammenflusses von Río Iguazú und Río Paraná. Auf einer Breite von rund 3 km stürzen hier pro Sekunde mindestens 500 cbm Wasser in 275 Kaskaden 70 m in die Tiefe. Die Gewässer oberhalb der Fälle eignen sich hervorragend zum Kanu- und Kajakfahren sowie für andere Wassersportarten. Der umgebende Nationalpark beheimatet rund 55 000 ha unberührten subtropischen Regenwalds mit einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Die Provinz Misiones, in der sich die Wasserfälle befinden, verdankt ihren Namen übrigens den zahlreichen Jesuiten-Missionen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, deren Mönche gemeinsam mit den Guaraní-Indianern lebten und gegenseitig ihr Wissen austauschten. Einige der Ruinen lohnen durchaus einen Besuch, insbesondere San Ignacio Miní, das im so genannten "Guaraní-Barock" erbaut wurde.



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